BÖRSENBLOG OKTOBER 2024

vom CEO Silvano Grimaldi der unabhängigen Vermögensverwaltung GRIMALDI & PARTNERS AG

MONATSRÜCKBLICK

Die internationalen Aktienmärkte haben den Monat OKTOBER mit leichten Verlusten beendet.

BELASTENDE FAKTOREN

  • Gewinnmitnahmen nach einer allgemein starken Berichtssaison der Unternehmen für das dritte Quartal.
  • Das enge Rennen zwischen der Demokratin Kamala Harris und dem Republikaner Donald Trump sorgt im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl 2024 für Unsicherheit.
  • Weiter zu eskalierende drohende Nahostkonflikt wie ein Damoklesschwert über den Märkten.

AKTIEN IM FOKUS

SCHINDLER nach neun Monaten mehr Gewinn trotz weniger Umsatz

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat in den ersten neun Monaten Gegenwind zu spüren bekommen. Umsatz und Auftragseingang schrumpften. Dafür stieg der Gewinn.

Von Januar bis September fiel der Umsatz um 1,8 Prozent auf 8,38 Milliarden Franken. Dabei drückte der starke Franken auf die Einnahmen. Fremdwährungseffekte kosteten 307 Millionen Franken Umsatz.

Ohne die Fremdwährungseffekte wäre der Umsatz um 1,8 Prozent gewachsen. Dabei sei der Umsatz mit Neuanlagen geschrumpft, was Schindler durch ein Umsatzwachstum bei Modernisierungen und im Servicegeschäft kompensieren konnte. Der Umsatz in Lokalwährungen konnte in allen Regionen ausser in China gesteigert werden.

Mehr Gewinn

Der bereinigte Betriebsgewinn EBIT kletterte um 7,6 Prozent auf 987 Millionen Franken. Die operative Marge verbesserte sich auf 11,8 Prozent von 10,7 Prozent im Vorjahr. Dazu hätten eine gesteigerte betriebliche Effizienz, Preiserhöhungen und ein veränderter Produktmix beigetragen. In den Zahlen sind gewisse Posten wie etwa Restrukturierungskosten und Aufwendungen für das Programm Building Minds nicht enthalten.

Berücksichtigt man diese, stieg der EBIT um 5,9 Prozent auf 945 Millionen Franken. Unter dem Strich verbesserte sich der Reingewinn um 8,2 Prozent auf 748 Millionen Franken.

Gewinnmarge bei TESLA höher als erwartet - Aktie steigt kräftig

Der US-Elektroautohersteller Tesla hat auch dank gesunkener Materialkosten eine höhere Gewinnmarge erwirtschaftet als gedacht. Die Spanne habe im dritten Quartal 19,8 Prozent betragen. Analysten waren von nur 17,3 Prozent ausgegangenen, nach 18 Prozent im zweiten Quartal. Der bereinigte Gewinn lag mit 72 Cents pro Aktie um 14 Cents über den Prognosen. Der Umsatz für den Zeitraum von Juli bis September belief sich auf 25,18 Milliarden Dollar und blieb damit hinter den Schätzungen von 25,37 Milliarden zurück. Für das Gesamtjahr sagte Tesla eine leicht über dem Vorjahr liegende Zahl an Auslieferungen voraus.

"Trotz des anhaltenden makroökonomischen Gegenwinds und der Tatsache, dass andere Firmen ihre Investitionen in E-Autos zurückhalten, konzentrieren wir uns weiter auf die Erweiterung unserer Fahrzeug- und Energieproduktpalette, die Senkung der Kosten und die Durchführung wichtiger Investitionen in KI-Projekte und Produktionskapazitäten", teilte Tesla mit. Zudem hieß es, die Lohn- und Materialkosten für die Herstellung der Autos seien mit rund 35.100 Dollar auf den niedrigsten Stand überhaupt gefallen. Tesla hatte bereits erklärt, dass die Preise für Materialien gesunken sind, die zur Herstellung der Batterien benötigt werden.

Um die Nachfrage nach den Fahrzeugen anzukurbeln, hatte Tesla wiederholt die Preise gesenkt, was auf den Gewinnmargen lastete. Diese liegen zwar immer noch höher als bei vielen traditionellen Autobauern, sind inzwischen deutlich geringer als noch Anfang 2022.

Vor einigen Wochen hatte Tesla bereits sein Robotaxi-Produkt mit dem Namen Cybercab und einen selbstfahrenden Van mit 20 Sitzplätzen vorgestellt. Damit wird die Entwicklung autonomer Technologien, einschließlich des humanoiden Roboters Optimus, vorgetrieben.

MONATSAUSBLICK

Chancen

  • Trotz Abkühlungszeichen insgesamt solide US-Konjunktur.
  • Hoffnung, dass K.I. die Welt der Unternehmen zum Besseren verändert.
  • Erwartung von graduellen Zinsschritten nach unten.
  • Traditionell gute Börsenmonate stehen an.

Risiken

  • Enges Resultat bei der US-Präsidentschaftswahl.
  • Der Nahost-Konflikt droht eine Eskalation zwischen Iran und Israel.
  • Anstieg der Renditen langfristiger US-Staatsanleihen.

Für den Monat NOVEMBER erwarten wir eine Seitwärtstendenz.

AKTIENEMPFEHLUNG: SCHINDLER  

images-24.png

 

© 2024, Grimaldi & Partners AG

images-23.png